01.12.2020 Die Gründung

1 Dez von Klaus Breuninger

01.12.2020 Die Gründung

Es war einmal…

…ein Chor im Gymnasium Stuttgart-Weilimdorf (dem heutigen Solitude-Gymnasium), der unter einem wunderbaren Musiklehrer namens Friedrich Denner immer besser wurde, dann mit Eltern und Ehemaligen verstärkt auch mehr und mehr richtig große Konzerte veranstaltete. Das war so in den frühen Achtzigern.

Der Solitude-Chor vor dem gleichnamigen Schloss

Ich (Klaus Breuninger) bin schon seit 1972 in diesem Chor. Zunächst als Chorsänger, dann auch als Korrepetitor am Klavier. Später durfte ich dann Stimmproben und das Einsingen übernehmen, und als der “Meister” bei einem Konzert krankheitshalber ausfiel, durfte ich mein erstes Konzert (Mozarts Krönungsmesse) dirigieren.

Das war für mich ein entscheidender Moment meines Lebens, denn ab diesem Erlebnis stand für mich fest, dass ich Dirigent werden würde.

Als Friedrich Denner wenig später das Weilimdorfer Gymnasium verließ, um zum Gymnasium nach Herrenberg zu wechseln, hat mich der Ehemaligen-Lehrer-Eltern-Chor kurzerhand zu seinem Chorleiter ernannt, und wir konnten die musikalischen Aktivitäten weiter fortführen und ausbauen. Die Unterstützung von Seiten des Schulleitung (hier vor allem OStD Lothar Schwietz) ließ keine Wünsche offen, dennoch war die Gründung eines eigenen Vereins, dem Solitude-Chor Stuttgart e.V., ein weiterer wichtiger Schritt in der Geschichte des Solitude-Chors.

SoC Konzert im Solitude-Gymnasium (das könnte 2012 gewesen sein)

Der Solitude-Chor wurde stetig besser und größer, es kamen viele, vor allem junge, Sänger*innen dazu, und die Konzerte wurden immer anspruchsvoller und aufwändiger.

Mit Michael Schröck kam nicht nur ein guter Tenor dazu, sondern auch ein herausragender Konzertmanager, der fortan die Geschicke des Chores maßgeblich lenken sollte.

Der Solitude-Chor bei einer Skiausfahrt

Und so wurde aus dem einstigen Schulchor einer der aktivsten Amateur-Konzertchöre Stuttgarts, und das Repertoire entwickelte sich immer weiter und wurde noch vielfältiger und anspruchsvoller.

Ein besonderes Merkmal des Solitude-Chors sind zweifellos die ungewöhnlichen Programme – seien es zu unrecht unbekannte Werke, Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten oder auch Konzerte mit sozialem Engagement, oder auch die Begegnung mit fremden Kulturen – oder alles zusammen

Gruppenbild im Schulhof des Solitude-Gymnasiums

leider gibt es aus den Anfängen so gut wie keine Bilder vom Solitude-Chor, deshalb sind fast alle Bilder dieser Seite aus aktuelleren Zeiten

Herausragende Produktionen der letzten Jahrzehnte  waren…

  • Michael Tippett: A Child of our Time – zum 60. Jahrestag der Reichspogromnacht
  • Randall Thompson: Testament of Freedom
  • Paul McCartney: Liverpool Oratorio
  • Felix Mendelssohn-Bartholdy: Lobgesang Stuttgart und München, Juli 2006
  • Luis Bacalov: Misa Tango
  • Dave Brubeck: To Hope
  • Duke Ellington: Sacred Concert
  • Mozart’s Little Magic Flute
  • Zane Zalis “i believe – A HOLOCAUST ORATORIO FOR TODAY”, ein Werk das nicht nur in Stuttgart, sondern auch in New York, Lodz und Wuppertal aufgeführt wurde, und dessen CD-Produktion sogar für den Echo-Klassik-Preis nominiert wurde
  • De Nardi: Piantao por el Tango (Welturaufführung)
  • David Fanshawe: African Sanctus zusammen mit Vox Zambezi aus Sambia
  • Open-Air-Konzert auf der Freilichtbühne Killesberg: Mendelssohns Sommernachtstraum mit Rufus Beck.
  • Sinfonie der Kulturen, einem Projekt zusammen mit Geflüchteten und dem Orchester der Kulturen.
  • Zane Zalis: NOSTOS, Welturaufführung in Stuttgart und Gala-Abschlusskonzerte beim Murau International Music Festival
  • The Armed Man von Karl Jenkins
  • …und vieles, vieles mehr

Jeder Tag in diesem Adventskalender zeigt eines der vielen Projekte des Solitude-Chors von den Anfängen bis heute.

Facebooktwitterrssyoutube